Samstag, 11. März 2017

Cineasten Challenge: #2 Precious - Das Leben ist kostbar (Precious: Based on the Novel "Push" by Sapphire)

Der Zweite Film der gemeinsamen Film Challenge mit dem Blogger Nic Storm wurde in den letzten Tagen geschaut. Dieses mal durfte er sich einen Film aussuchen, von dem er der Meinung ist, das dieser Film gesehen werden muss.

Der Name des Films sagte mir mal so rein gar nichts. Und um ganz unvoreingenommen an die Sache heran gehen zu können, mied ich Trailer oder Wikipedia. Und das war wohl auch besser so. Wieso, werde ich im laufe des Artikels schildern.

Heute geht es um einen Film, dessen Existenz ich nicht einmal erahnen konnte. Der in seiner Story und seinen wirklich Intensiven Spiel der Schauspieler eine wirkliche Überraschung für mich war.
So intensiv, das der Oscar Gewinn einer der beiden Darstellerinnen kein Wunder sein dürfte.
Genug der langen Worte:

Precious - Das Leben ist kostbar (Precious: Based on the Novel "Push" by Sapphire)


Quelle
Entsehungsjahr: 2009

Altersfreigabe: FSK 12

Produktionsland: USA

Regie: Lee Daniels

Musik: Mario Grigorov

Länge: 110 Minuten

Darsteller: Gabourey Sidibe, Mo'Nique (Oscar* als beste Nebendarstellerin), Paula Patton u.a.


Und darum geht es:


Es geht um das Leben der 16 jährigen Claireece Jones, die von allen aber nur "Precious" genannt wird. Sie ist stark übergewichtig und Analphabetin aber ist dafür sehr gut in Mathe. 
Aufgrund ihrer Schwangerschaft wird sie vom Unterricht suspendiert.
Recht schnell erfährt man, dass dies ihre zweite Schwangerschaft ist und ihr erstes Kind, welches sie "Mongo" nennt,  aufgrund des Down-Syndroms, bei der Großmutter lebt und das sie regelmäßig von dem Langjährigen Freund der Mutter vergewaltigt wird und dieser der Vater der zwei Kinder ist.
Auch ist das Verhältnis zur Mutter, bei der sie lebt, aufgrund des Missbrauchs wirklich Dramatisch.

Das ist meine Meinung zu Nic's Film Auswahl:


Wer diesen Film nicht kennt, sollte ab hier aufhören zu lesen, da ich den einen oder anderen Spoiler in diesem Abschnitt nicht verhindern kann. 

Ein wirklich schlimmes Schicksal was diesem Armen Mädchen in diesen jungen Jahren auferlegt wird. Nicht nur, das sie seit frühsten Kindheitsalter von ihrem Stiefvater vergewaltigt wird, auch lässt die Mutter  das alles geschehen und gibt ihrem Kind daran noch die Schuld, das ihr Freund eher das Kind anfasst als seine eigene Partnerin.

Selten habe ich so etwas erschütterndes gesehen: Ein junges Mädchen geht durch die Hölle und die Mutter, die ihr in so einer schlimmen Situation der wichtigste halt sein sollte, missbraucht und terrorisiert sie Seelisch und Körperlich in Form  von Beleidigungen, Prügel und furchtbaren Bezeichnungen  sodass ich selber oft die Hände entsetzt vor dem Mund zusammen geschlagen habe und nicht glauben konnte was ich da sehen und hören musste.
Es war so unglaublich realistisch, einfach aus dem Leben gegriffen, das ich mich oft gefragt habe, wieso manche Menschen ein Kind in die Welt setzten müssen, wenn Haß und Gewalt das einzige ist, was sie geben können.
Im Laufe des Films stellte sich dann aber heraus wieso die Mutter ihre einzige Tochter so behandelte. Und selbst diese Begründung war für mich so dramatisch und so tragisch, das ich mich echt zusammenreißen musste um nicht weinen zu müssen.
Aber spätestens bei er Begründung habe ich mich gefragt, wieso diese Frau diesen Mann in ihrem Leben weiterhin einen Platz gegeben hat. Wieso hat sie ihn nicht vor die Tür gesetzt? Wieso? 

Gleichzeitig fragte ich mich aber auch wie Schule oder Sozialämter nicht schon eher etwas gemerkt haben. Eine Lehrerin machte sich stark für das Mädchen. Und auch erst dann als sie in einem Schulprojekt war, nachdem sie von der anderen Schule geflogen war. 
Soviel Leid. Und was ich auch ganz dramatisch empfand war die Macht, die dieser "Vater" noch über das Leben von Precious hatte, selbst als er schon verstorben war. Die, die diesen Film kennen, wissen sehr gut, was ich meine.

Im übrigen auch in keinster Weise in irgend einer Form ein Happy end. Im Gegenteil. Ich hätte gerne das weitere Leben dieses starken Mädchens verfolgt, die doch so viel Leid und Schmerz in diesem jungen alter erleben musste.

Kein Film den ich immer schauen könnte. Eben Typisch Drama. Da muss einem der Sinn stehen. Und hätte Nic mir damals annähernd erzählt, worum es in diesem Film geht, dann hätte ich mich wohl für einen anderen Film entschieden.
So war es aber gut, das ich ohne jegliche Information an diesen Film gegangen bin.

Für diese Leute ist der Film etwas:


Alle die auch mal ohne klassischen Blockbuster einen Film genießen wollen. Leute denen vielleicht auch Filme wie Die Farbe Lila oder The Help gefallen haben und die durchaus etwas Ernstes schauen wollen. 

Diese Leute sollten die Finger davon lassen:


Menschen die mit wirklich ernsten Themen die einfach nur das Leben schreiben kann mal so gar nichts anfangen können werden mit diesem kleinen Schatz wohl kaum etwas anfangen können.

Mein Fazit: Definitiv ein Film, der gesehen werden muss um zu verstehen, wie kostbar ein Leben tatsächlich sein kann. Ich selber dachte beim schauen immer wieder, wie glücklich ich mich doch schätzen kann. Aber ich muss auch klar sagen, das dies kein Film ist, den man mal eben so schaut. Dieser Film packt einen und lässt einem selbst nach vielen Tagen noch grübeln - selbst jetzt denke ich noch darüber nah, während ich diese Worte hier nieder schreibe.

8/10


xxx
Aimée

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen