Samstag, 4. Februar 2017

Aimée backt 2: 28.01.2017 - #39 Bircher-Müslibrötchen; S. 143

Brötchen werden hier in unserer WG immer gerne gegessen. Aber zum Bäcker des Vertrauens und meiner Meinung nach auch besten Brötchen der Stadt sind es schon ein paar Minuten. Da will meistens morgens auch nie wirklich einer hin. Daher greifen wir meistens, wenn es Brötchen gibt, auf Auf-Back-Brötchen zurück. Klar, vom Bäcker ist besser - aber leider sind wir dann doch zu Faul.

Dank meiner Back-Challenge bin ich dann nun auch in den Genuss gekommen, Brötchen komplett selber zu zaubern. Das hieß zum einem früh aufstehen und zum anderen Geduldig sein. Denn ich musste wieder mit Hefe arbeiten.

Also Platz für Enie's Bircher-Müslibrötchen!


 

Was mir als erstes auffiel war, das in diesen Brötchen nicht nur viele verschiedene Arten an Mehl gebraucht werden würden, sondern auch ein Müsli mit Früchten. Da war ich schon ein klein wenig Neugierig.

Und das waren die Zutaten:

- Milch
- Hefe
- Apfel
- Roggenmehl
- Dinkelvollkornmehl
- Dinkelmehl
- Bircher Müsli
- Agavendicksaft

Tatsächlich musste ich dieses mal alle Zutaten einkaufen, da ich rein gar nichts davon im Haus hatte. Selbst die Milch war mir währenddessen ausgegangen, aber dazu später mehr. Den Agavendicksaft konnte ich von Martin bekommen. Welch ein Glück.

Also stand ich früh auf, damit meine Mitbewohner ein schönes Frühstück bekommen würden.
Und dann kam das erste Problem. Es war mal so gar keine Milch im Haus. und das, wo ich welche brauchte, um die Hefe darin auflösen zu können. Also musste ich kurzfristig improvisieren und Onkel Google fragen, was ich alternativ nehmen kann. Und siehe da: Wasser!

Also wurde das Wasser in einen Topf langsam warm gemacht und die frische Hefe darüber zerbröselt und aufgelöst. Mit dem Finger habe ich hin und wieder mal vorsichtig getestet.
Den Apfel habe ich gewaschen, entkernt und grob gerieben.

In einer großen Schüssel gab ich dann alle Mehlsorten, das Müsli, den geriebenen Apfel, den Agavendicksaft und das warme Wasser mit der aufgelösten Hefe und knetete es mit der Hand zu einem glatten Teig. Handtuch drauf, dieses vorher mit einer Wasserpistole oder ähnliches etwas anfeuchten und dann an einen warmen Ort stellen. In meinem Fall war es der Ofen bei 50°C.
Dort durfte der Teig dann 40 Minuten ruhen.

Anschließend den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche nochmals gut durchkneten und kleine und vor allem gleich große Kugeln formen und diese auf ein Backblech mit Backpapier legen.
Die Brötchen habe ich dann mit Müsli und Leinsamen bestreut.
Erneut das Tuch auf die Brötchen und die Bleche gelegt und das ganze dann auf dem Blech außerhalb des Ofens weitere 60 Minuten ruhen lassen.

Dann durften sie endlich in den Ofen: In den vorgewärmten durften sie schließlich 20 Minuten backen.

Mein Fazit: Ich kann nun verstehen, wieso die Ausbildung als Bäcker mitten in der Nacht beginnt. Und ich verstehe nun auch, wieso viele diese Ausbildung nicht so gerne machen. ABER! Ich werde auch nicht vergessen, was für ein tolles Gefühl es war, die selbst gemachten Brötchen zu präsentieren und essen zu können! Man war stolz und schätzte sie sehr viel mehr.
Geschmacklich waren sie definitiv Geschmacksache. Wer keine Rosinenbrötchen mag, wird auch hier keine Freude dran haben da sie wirklich süß schmecken. Aber an sich ist der Teig ja Variable. Ob ich ihn noch einmal so machen würde? Wahrscheinlich nicht! Aber ich probiere ja gerne neues aus und freue mich auf die nächsten selbst gemachten Brötchen!

Leider gibt es kein Rezept auf Sixx.

xxx

Aimée

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