Dienstag, 14. Juli 2015

Backe, backe Kuchen...!

Hallo liebe Leser,

heute, nach einem wirklich harten und selbst für mich lernreichen Wochenende, mag ich euch, nun, nachdem ich etwas verschnaufen durfte, berichten, wie es uns ergangen ist.
Mit uns meine ich natürlich Marcel und mich.



Am Sonntag hatte dieser nämlich Geburtstag und bat mich am Samstag mit ihm zu backen. Er ist in Sachen backen nicht der Geduldigste und auch wenn er niemals sagen würde, das er meine Hilfe braucht - auf seine Art sagt er es doch, ganz unterschwellig. Und ich weiß dann auch Bescheid.

Er hatte da ganz besondere Dinge geplant - selbst für mich absolutes Neuland! Einkaufen war er selber, auch wenn er mich fragte, wo man bestimmte Dinge finden würde. Ein Zeichen das er mir da vertraut und das er weiß das ICH weiß was ich tue! ;)

Tage zuvor hatte er im Internet auch Lebensmittelfarbe bestellt - ein recht teurer Spass, aber er wünschte es sich.

Also trafen wir uns um 10 Uhr am Samstag morgen in der Küche und begangen mit dem ersten Kuchen: dem Mallorcinischen Mandelkuchen!

Der war noch mit der Einfachste. Auch wenn Marcel sich wunderte das dort kein Backpulver hineinkam. Wir machten alles nach Rezept: Ich trennte die Eier und Marcel schlug das Eiweiß steif. Und das machte er nicht nur einmal an diesem Tag. Zudem machte er sich sehr gut mit dem Handrühgerät! ;)
Wir legten dann meine Springform mit Backpapier aus und spannten es ein. Mit dem Schaber kam dann alles in die Form und dann in den Ofen.
Und siehe da: Der Kuchen ging auf - auch OHNE Backpulver! ;)
Natürlich fiel er hinterher wieder zusammen, ähnlich wie ein Soufflé, aber das macht ja nichts.

In der Zeit wie der Kuchen im Ofen war machten wir das, was in jeder guten Großküche in Wartezeiten passiert: wir spülten und machten sauber. Somit war wieder Platz für den nächsten Streich und unser Zubehör war auch wieder sauber.

Der Einzige Fehler hier war tatsächlich, das wir den Kuchen nicht lange genug auskühlen ließen und das wir vergaßen, den Kuchen vom Rand leicht zu lösen. Stattdessen öffneten wir die Springform, wobei uns der Kuchen beinah in Zwei Hälften gerissen wurde... Ich habe zum Glück schnell reagiert und ihn wieder geschlossen. Marcel löste dann den Rand mit einem Messer. Dann ging es.
Wir haben ihn dann verkehrt herum gelegt - somit sah man den Riss nicht mehr!
Und dann kam der Puderzucker, mit dem Marcel keineswegs Sparte! ;)

Der Mallorcinische Mandelkuchen



Dann kam Kuchen 2. Naja, eigentlich war es eine Torte. Und was für eine!
Im Internet hatte Marcel mal eine Regelbogen Torte gesehen. Die wollte er auch haben und hatte dafür die Lebensmittelfarbe bestellt.
Also wurden wieder Eier getrennt. Marcel schlug das Eiweiß steif und ich schnitt die Vanilleschote auf und befreite sie von ihrem Mark!
Hierfür brauchten wir die größte Schüssel die wir hatten - inklusive 7 weitere. Soviel Teig habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen!

Und dann kam die Lebensmittelfarbe. Das war ganz lustig da Marcel und ich uns immer Abwechseln durften. Jeder suchte sich eine Farbe aus und jedes mal jubelten wir wie die kleinen Kinder aufgrund der tollen und Intensiven Farbe!
Natürlich musste jedes mal das Handrührgerät sauber gemacht werden! ;)


Viele, viele bunte Farben!
Dann hieß es Geduldig sein! Wir legten, nachdem wir den Ring der Springform gespült hatten, den Boden abermals mit Backpapier aus und spannten ihn ein.
Zuerst sollte der Lila Boden gemacht werden, welcher eher grau wirkte als Lila.
Und während dieser 15 Minuten im Ofen sein würde, spülte ich und Marcel kümmerte sich um die Buttercreme. Glaubt mir - ihr wollt gar nicht wissen, wie viel Butter da drin war!!
In meine Silikonform bereiteten wir schonmal den nächsten Teig vor, damit dieser direkt hingeschoben werden konnte, sobald Lila fertig war.

Und das war dann unser Ablauf: Springform rein, Silikonform vorbereiten/Zubehör spülen, Springform raus und abkühlen lassen, Silikonform rein, Boden lösen und Springform sauber machen/ neu mit Backpapier bestücken und einklemmen, dann neuen Teig hinein... Ihr sehr, es war wirklich Akkordarbeit...
Die Böden legten wir dann auf meine Drehplatte. Drum herum kam dann mein Tortenring. Jeder Boden wurde mit der Creme bestrichen und schließlich alles schön im Kühlschrank.

Unser Rainbow-Cake



Und dann Abends noch der letzte - und das ohne Tisch, da wir den Küchentisch bereits bei den Jungs stehen hatten. Wir haben dann teilweiße auf dem Boden und dem letzten verbliebenen Klappstuhl zubereitet. Auch für mich eine neue Erfahrung.
Marcel liebte Philadelphiatorte. Hatte sich auch mal daran versucht - allerdings zu wenig Wackelpudding genommen weshalb dieser nicht genug stand bekam.
Dieses mal hatte ich ein Rezept zur Hand und danach Arbeiteten wir dann auch. Und siehe da: er wurde wunderschön.
Noch hier und da etwas verzieren und fertig war das gute Stück, welches ja zum Glück kein bisschen gebacken werden musste! Einfach über Nacht im Kühlschrank stehen lassen und die Creme Gelieren lassen!

Die Philadelphiatorte



Abends waren wir alle echt müde - aber da wir um 22 Uhr noch weggegangen sind um hinein feiern zu können wurde nichts aus Ausruhen! ;) Das bekamen wir erst am Sonntag Abend! ;)

Was ein Weekend - soviel habe ich noch nie gebacken! Aber es hat dennoch Spass gemacht - und war eine Erfahrung wert. zudem selbst Marcel zugegeben hat, das wir beide ein echt tolles Team sind! Und zudem hat es auch allen geschmeckt - was will man mehr?

xxx

Aimée


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