Donnerstag, 15. Februar 2018

Aimée backt 3: 22.01.2018 - #22 Vanille-Gugelhupfe mit Kamillenglasur

Das letzte Rezept im Januar ist nun mittlerweile fast vier Wochen her. Aber hier passiert gerade so unendlich viel nebenbei, sodass ich einfach keine Zeit hatte. Hinzu kam eine wirklich hartnäckige Erkältung, die fast zwei Wochen andauerte und mit der ich immer noch ein wenig zu kämpfen habe. Sie ist nun in den letzten Zügen zu spüren.

Natürlich habe ich in dieser Phase nicht wirklich gebacken und habe mich sogar für eine kleine Zeit komplett aus der Öffentlichkeit zurück gezogen. Und das war auch nötig um mich ganz auf meine Genesung zu konzentrieren. Nun bin ich wieder fast komplett Genesen zurück und bin ganz heiß darauf euch das letzte Rezept des ersten Monats aus dem Jahr 2018 zu zeigen.

Kein Großer Kuchen sondern ganz viele kleine. Wenn auch ein wenig abgewandelt. Wieso, erfahrt ihr natürlich noch.
Dennoch ein wirklich tolles Rezept der lieben Jeanny (*hier* geht es zu ihrem Blog!) aus ihrem Buch, welches ihr mit einem Klick auf den Folgenden Bild kaufen könnt.



Und für alle, die nun genau wissen wollen, was mich erwartet hat kommt natürlich nun endlich auch die Antwort: 

Vanille-Gugelhupfe mit Kamillenglasur!



Mein einziger Unterschied bestand, das ich statt drei kleinere wirklich Blechweise Mini Varianten gezaubert habe. Die waren auch so klein, das die mit einem Bissen verschwunden waren.
Und das sage ich euch - es blieb wirklich nichts übrig!

Und das tolle war, das sie auch nicht sonderlich schwer waren. 

Ich bereitete zuerst den Guss vor. Hier für einfach die Milch erwärmen und NICHT kochen. Anschließend wurden drei Teebeutel hinein gehangen. Und durch meine Erkältung habe ich sogar Tee wirklich für mich entdeckt. Somit hatte ich natürlich genug Kamillentee Daheim.
Das ganze ließ ich ein paar Minuten ziehen, wrang sie aus und stellte die Kamillenmilch beiseite.

In der Küchenmaschine gab ich in der Zeit schon einmal die Butter und den Zucker und ließ das ganze schön cremig rühren. Nach und nach gab ich dann die angegebene Menge an Eiern dazu.
In einer anderen Schüssel mischte ich bereits Mehl, Weinsteinpulver und die Prise Salz und gab es in die Küchenmaschine und ließ das ganze einarbeiten.

Zum Schluss gab ich 2 EL der Kamillenmilch zu dem Teig und natürlich das Vanillemark.

Ab diesem Punkt wich ich dann etwas ab, da ich natürlich nicht annähernd die Backzeit benötigte, wie im Buch angegeben war. Das ganze ging natürlich wesentlich schneller.

Nach dem abkühlen versah ich einige mit der Glasur, die ich zuvor noch mit etwas Puderzucker in die richtige Konsistenz brachte. Auch hier musste ich leider abweichen, da der Guss natürlich nicht für so viele kleine Gugelhupfs vorgesehen war. Daher bekamen die anderen Küchlein nur ein Kleid aus Puderzucker.

Mein Fazit: Wirklich lecker aber leider sah der Guss nicht annähernd so aus, wie im Buch. Dort hatte er eine Kräftige Farbe - bei mir sieht man es leider gar nicht. So, als hätten meine kleinen Küchlein ihn sofort weggeatmet. Dennoch kamen sie gut an und waren auch schnell weggegessen. Was will man mehr?

xxx
Aimée

Mittwoch, 31. Januar 2018

Aimée backt 3: 19.01.2018 - #21 Rote-Grütze-Marmorkuchen

Marmorkuchen - wer kennt und liebt sie nicht? Ich selber konnte mir als Kind nichts besseres vorstellen. Am besten noch mit dick, fett Schokoladenglasur drauf.
Im laufe der Jahre nahm diese Leidenschaft für diesen Kuchen ab und ich orientierte mich ein wenig um. Dennoch verband ich damit immer schöne Sonntage mit der Familie oder auch Geburtstage. Denn sein wir mal ehrlich! Mit Schokolade kann man bei Kindern nie etwas falsch machen!

Umso gespannter war ich dann auf die Variante, die die liebe *Jeanny* in ihrem tollen Buch veröffentlich hat. Dieses könnt ihr im übrigen mit einem Klick auf dem folgenden Bild auf Amazon erhalten:


Das besondere bei diesem Kuchen ist, und das, obwohl er auf dem Bild ganz Klassisch wirkt, das rote Grütze verarbeitet ist. Die rote Grütze ist ein typisches (tatsächlich) deutsches Dessert, welches seinen Namen durch die Farbe hat, die diese Speise durch die Früchte erhält, welche verarbeitet worden sind. Ich selber habe das noch nie gegessen, da es für mich alles andere als lecker aussieht. Aber ich bin auch kein Fan von Wackelpudding oder ähnliches. Mir sagte die Konsistenz nicht zu.

Aber hier sollte es rein. Aber ich bin, was das angeht, ja mittlerweile sehr schmerzunempfindlich. 

Und daher präsentiere ich euch mit stolz den Marmorkuchen mit Roter-Grütze!



Die Herstellung war auch wirklich einfach und wie ein normaler Marmorkuchen. Nur das in den dunklen Teig die Grütze hinein kam. 

Der Ofen wurde schön vorgeheizt und der Teig klassisch getrennt. Zuvor hatte ich die Kastenform gut eingefettet und mit Paniermehl ausgelegt und das überschüssige abgeklopft.

Zuerst kam der Helle Teig hinein, da drüber der Dunkle. Ich verzichtete darauf es glatt zu streichen und klopfte die Form zweimal kräftig auf die Arbeitsfläche. Und zu guter letzt ging ich mit einer Gabel hinein und swirlte alles gut durch um eine schöne Marmorierung zu bekommen.

Das ganze kam dann wie gewohnt in den Ofen. Anschließend wurde der Kuchen in der Form belassen und durfte abkühlen. Erst dann stürzte ich ihn (dieses mal auch wirklich im ganzen!) und ließ den Rest auskühlen. Und ganz zum Schluss kam Puderzucker drauf.

Mein Fazit: Lecker aber leider auch etwas trocken. Aber mit der Sahne dann super lecker. Aber so was scheint echt Geschmacks-Sache zu sein. Ich fand ihn zu trocken, mein Bruder fand den Mega geil und hätte nie Sahne dazu gegessen!
Ich würde ihn definitiv wieder machen auch mit der Grütze. Es war mal etwas ganz anderes auch wenn ich erst doch verwundert war, weil man wirklich auf einer Beere herum kaute.

xxx
Aimée

Montag, 22. Januar 2018

DIY: Handpeeling mit Totem Meer-Salz

Es ist nun fast über ein halbes Jahr her, da bin ich, hübsch zurecht gemacht, und mit fast 10 Kilo mehr auf den Rippen, durch das heiße (!) Verona in unserem Italien Urlaub gelaufen. Auf der Suche, nach Ortstypischen Dingen bin ich auch recht schnell in einem Laden gelockt worden, wo ich etwas ausprobieren sollte. Natürlich umsonst.

Die Verkäuferin war nett und gab mit ein Peeling auf die Hände. Wir redeten ein wenig und sie erzählte mir von ihrer Kostbarkeit: Totes-Meer-Salz war die Essenz für unglaublich weiche Hände. Das ganze wurde dann noch mit einer wohlduftenden Handcreme perfektioniert. So weiche Hände hatte ich noch nie. Und ich wäre auch drauf und dran gewesen, mir dieses Wunderzeug zu kaufen... wäre... Ja wäre dieser Preis von läppischen 240,-€ (nur das Peeling!) nicht gewesen. Und im Internet sei es noch teurer gewesen. Da fragte ich mich direkt "Hat die gute da Gold Staub drin verarbeitet, oder was macht das ganze so teuer?"

Natürlich ließ ich mir die Seite geben. Aber für mich war auch klar, das ich mir dies für kein Geld der Welt holen würde. Aber in mir wuchs auch der Wunsch, es dennoch zu haben. Und das war gleichzeitig auch des Rätsels Lösung: Ich musste selber eins machen.

Und durch meine ganzen Bücher über Heilkunde war ein Inspiration für ein Rezept natürlich auch schnell zur Hand.

Letztendlich habe ich drei wundervolle Peelings hergestellt, die Unterschiedlicher nicht hätten sein können.
Und weil ich mittlerweile so viele Anfragen bekommen habe, wenn auch Privat, möchte ich euch diese einfachen DoItYourself Handpeelings nicht länger vorenthalten:


Und das gute ist, das die einzelnen Zutaten für mich sehr erschwinglich waren, da ich schon einen ganzen Batzen Ätherische Öle daheim habe. Somit musste ich lediglich Döschen und Das Salz an sich organisieren. Und glaubt mir, das ist wirklich günstig. Und die Herstellung ist auch nicht der Rede wert!

Mein Salz und die Döschen habe ich im übrigen auf Amazon bekommen. Mit einem Klick auf den folgenden Links, könnt ihr euch auch eure Utensilien kaufen: 



Hinzu kommen natürlich die Öle, die ich ausnahmslos von *Primavera* benutze, und Dinge, die jeder im Haushalt hat.

DIY - Meersalzpeeling mit Milch ("Gute Laune")

Das benötigt ihr für 100ml:
- 2 TL Sahne
- 4 EL Salz
- Lebensmittelfarbe (wenn gewünscht)
- Für das Aroma 4 Tropfen Ätherisches Öl nach Wahl


Das ganze in einer Separaten Schüssel zusammen rühren und in die Dose geben.
Ich selber habe es noch nicht benutzt, aber ich habe eins meiner Mum geschenkt. Es sieht fast aus wie ein Mouse. Aber es macht die Hände trotzdem wunderbar weich und zart.

DIY - Meersalzpeeling mit Öl ("Jasmin-Bergamotte"/ "Lavendel")


Das benötigt ihr für 100ml:
- 1 EL Öl (ich habe Sonnenblumenöl verwendet. Es geht aber natürlich auch Olivenöl oder auch Massageöl.)
- 4 EL Salz
- Lebensmittelfarbe (wenn gewünscht)
- Für das Aroma 4 Tropfen Ätherisches Öl nach Wahl.


Hier gilt wieder das selbe, wie bei dem Peeling mit der Milch. Allerdings unterscheidet dieses sich doch sehr von der Konsistenz und wirkt auch eher wie das, was ich in Italien gesehen habe.
Im Moment benutze ich das Lavendel Öl ganz gerne, aus meiner Antiken Dose.

Und so wird das Peeling benutzt:


Ich habe da so einen perfekten Dosierer. Es geht aber natürlich auch eine Messerspitze. Den genauso viel benötigt ihr lediglich von dem Peeling. Dieses massiert ihr dann gründlich ein. Lediglich zwei Tropfen Wasser auf die Hand, dabei weiter einmassieren. Das ganze zwei weitere male wiederholen und das überschüssige Salz, wenn vorhanden, mit dem Handtuch abrubbeln. Zum Schluss mit Handcreme eincremen.

Das ganze wiederhole ich jede Woche, denn öfters muss dies nicht gemacht werden.

Nicht nur zum selber behalten sondern auch zum verschenken eignet sich so was wirklich wunderbar.
Ich wünsche euch viel spass beim nachmachen und ausprobieren.

xxx
Aimée

Freitag, 19. Januar 2018

Aimée backt 3: 12.01.2018 - #20 Cranberry-Streuselkuchen

Die Woche ist schon wieder so gut wie rum. Und da ich morgen wieder unterwegs sein werde, habe ich den Kuchen, den ich eigentlich erst morgen backen würde, bereits auf heute verlegt. Und da fiel mir doch glatt ein, das ich ja noch gar nichts zum letzten Kuchen und meine damit verbundenen Erfahrungen geschrieben habe.

Der Kuchen letzte Woche war endlich mal kein Gugelhupf, sondern ein hübscher Kastenkuchen. Meine Form kommt nämlich viel zu selten zum Einsatz.
Im übrigen das erste mal das ich Cranberrys gegessen habe und auch das mittlerweile 20gste Rezept aus dem tollen Buch von Jeanny (*hier* geht es zu ihrem Blog), welches ihr mit einem Klick auf dem folgenden Bild bei Amazon kaufen könnt:


Und nun zu dem Ergebnis: Der Cranberry-Streuselkuchen!



Wie gesagt, für mich das erste mal mit Cranberrys in irgendeiner Form - bin den Dingern bisher gekonnt aus dem Weg gegangen.

Der Kuchen an sich war auch nicht sonderlich schwer. Zuerst habe ich die Streusel wie im Buch beschrieben zubereitet und dann in den Kühlschrank gestellt. Zuerst habe ich mich auch gefragt wieso die wohl in den Kühlschrank sollen. Aber beim späteren heraus nehmen war es dann klar: Die zuvor zerlassene Butter war wieder festgeworden und die Streusel waren somit perfekt.

Nach Anleitung bereitete ich dann den Restlichen Teig zu, ehe ich ganz zum Schluss die zuvor abgetropften Cranberrys, bis auf ein Paar, unter den Teig hob. 

Die Backform hatte ich zuvor eingefettet und mit Paniermehl bestückt. Dann füllte ich den Teig hinein und glich diesen Glatt. Oben drauf kamen dann die zuvor beiseite gelegten Berrys und als Topping die schönen Streusel.

Alles zusammen kam dann in den vorgeheizten Ofen. Irgendwann habe ich den Kuchen abgedeckt, da er sonst zu dunkel geworden wäre. Somit bin ich das dann aber übergangen.

Heraus kam ein wirklich schöner Kuchen, der in seiner Form dann auch erst einmal abkühlen durfte. Erst viel später stürzte ich ihn. Zwar hätte er mit Puderzucker bestreut werden dürfen, aber darauf verzichtete ich bewusst, da er eine so schöne Farbe hatte.

Mein Fazit: Ein leckerer Kuchen. Der gerade mit den Cranberrys für mich etwas ganz neues. Sie gaben dem Kuchen etwas besonderes. Und dann diese Streusel oben drauf - herrlich. Der Kuchen war so schnell weg, das für den Sonntag nichts mehr übrig geblieben ist, sodass meine Mum etwas für mich backen musste. Das sagt meiner Meinung nach schon alles! ;)

xxx
Aimée

Montag, 15. Januar 2018

Movie Mania: #1 "Sabrina" (1954)

Eine neue Kategorie hat mit Beginn des Jahres hat ab heute offiziell Einzug auf meinem Blog gefeiert.

Neben dem backen gehören auch Filme zu meinen ganz großen Steckenpferden. Sehr früh lernte ich, was ein wirklich guter Film in den Menschen alles auslösen und bewirken kann. Meine Leidenschaft begann seiner Zeit tatsächlich mit dem Blockbuster "Titanic" im Kino mit neun Jahren. Da begriff ich erst, was Filme alles konnten und was sie sein sollten: Kleine Geschichten, die dich, wenn richtig erzählt, abholen und für eine begrenzte Zeit in eine völlig andere Welt entführen konnten.

Bei manchen Filmen geht das bis heute sehr gut aber natürlich gibt es auch einzelne Exemplare, die das wiederum nicht geschafft haben.

Einer der Filme, die das definitiv vor Jahren geschafft haben, war der für mich erste Film mit meiner bis heute hoch bewunderten Audrey Hepburn. Der Film "Sabrina" ist bis heute nicht nur einer der wichtigsten, wenn nicht sogar DER wichtigste, Film in ihrer Karriere und das, obwohl es erst ihre zweite Hauptrolle war.

Ein modernes Märchen der, obwohl er bereits über 60 Jahre auf dem Buckel hat, immer noch zu bezaubern weiß - und das ganz ohne Farbe!

Und somit geht es heute um

"Sabrina" (1954)/*Trailer*

Quelle

Produktion Informationen:


Filmtitel: "Sabrina"
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 1954
Länge: 109 Minuten
Freigabe: FSK 12
Regie: Billy Wilder
Besetzung: Humphrey Bogard, Audrey Hepburn, William Holden, John Williams u.a.

Auszeichnungen: 6 Oscar NOMINIERUNGEN (*Bestes Szenenbild*, *Beste Hauptdarstellerin*, *Beste Schwarz/Weiß Kamera*, *Beste Regie*, *Bestes Drehbuch* und *Bestes Kostümdesign*), davon 1 GEWONNEN in der Kategorie *Bestes Kostümdesign* für Edith Head.

Hier auf *Amazon* erhältlich

Und darum geht es:


Es geht um die Chauffeurstochter Sabrina Fairchild, die mit ihrem Vater in Long Island auf dem Anwesen der Reichen Familie Larrabee lebt. Während der Vater der Chauffeur der Familie ist, wächst Sabrina zu einer hübschen, aber unscheinbaren jungen Frau heran. Sehr zum Kummer für sie, den der jüngste Sohn der Familie, David, beachtet sie kein bisschen und das, wo sie unglücklich in ihn verliebt ist. Während David selbst nichts anbrennen lässt und ein Playboy durch und durch ist (bis dahin im übrigen bereits zum dritten mal verheiratet), so ist der Ältere Bruder, Linus, ein kühler und berechnender Geschäftsmann der stets zum Wohl der Firma und der Familie handelt.
Um seine Tochter zu schützen und damit sie frei von David kommt, wird diese für eine Ausbildung nach Paris geschickt.
Zwei Jahre später kommt Sabrina als ausgebildete Köchin und als elegante Frau zurück auf das Anwesen der Larrabee's. Prompt trifft sie auf David, der sich sofort in sie verliebt ohne aber dabei die Tochter seines Chauffeurs zu erkennen. Aber da bereits seine mittlerweile vierte Ehe ansteht (mit der Tochter einer Firma, mit der Linus am liebsten Fusionieren möchte um ein Millionen Geschäft abwickeln zu können), versucht sein älterer Bruder alles, um Sabrina wieder nach Paris zu bringen. Und durch einen peinlichen Unfall Davids ist Linus sogar gezwungen einige Tage mit der Anmutigen Sabrina zu verbringen. Allerdings immer darauf bedacht, sie wieder von der Bildfläche verschwinden zu lassen. Und als dann der Abend vor der Abreise nach Paris gekommen ist, muss er sich fragen, ob er sie wirklich gehen lassen will. Oder ob er zum Trotz der Firmenpolitik einen Skandal riskiert und die Hochzeit seines Bruders absagt, einen großen Deal ablehnt und ihn mit Sabrina ziehen lässt. Denn eins ist zu dem Zeitpunkt bereits klar: Auch er liebt Sabrina.

Was ihn so besonders macht ist das zusammen Spiel der drei Hauptdarsteller (jeder war zu diesem Zeitpunkt schon stolzer Oscar Gewinner als bester Hauptdarsteller/ Darstellerin). 
Humphrey Bogart hier als kühlen Geschäftsmann zu sehen, der nur für die Arbeit lebt und nichts anderes an sich heran lässt, war ungewohnt und funktionierte perfekt. Auch, wenn er kurz vor Drehbeginn Cary Grant ablöste (mit dem Audrey Hepburn dann Jahre später "Charade" drehte).
Audrey Hepburn in ihrer zweiten Hauptrolle wurde durch diesen Film zur unumstrittenen Mode Ikone, nicht zuletzt dank der Kostüme (Achtung, jetzt wird's interessant:) des Modedesigners Hubert de Givenchy. Doch dazu später mehr.
Und zum Schluss natürlich William Holden, welcher sogar Privat mit Hepburn lebte aber das Thema "Familie und Kinder" zum Ende der Beziehung führte.

Jeder der Darsteller auf seinem Gebiet ist ganz große Klasse. Da wundert es, das es am Set nicht immer so Harmonisch verlief. Bogart lehnte Hepburn zunächst ab, da er lieber seine Frau in der Rolle gesehen hätte und auch Holden hielt er für Katastrophal.
Auf die Frage hin, wie es gewesen sei, mit Hepburn zu drehen, soll er zynisch gesagt haben "... ganz okay, wenn sie nicht gerade den Text vergessen hat..." (dies geschah mehrmals auf Anweisung und bitten des Regisseurs, da die Arbeiten am Drehbuch oft geändert wurden und mehr Zeit benötigt wurde).

Das der Film in Schwarz/Weiß gedreht wurde, macht ihn nur Sympathischer, auch wenn ich gerne viele Kleider von Audrey Hepburn in Farbe gesehen hätte. Die sind nämlich, ähnlich wie im Film "Pretty Woman", ein wahrer Augenschmaus. Interessanterweise bekam die Kostümdesignerin Edith Head, die im übrigen die meisten Preise in dieser Kategorie erhalten hat (35 Nominierungen und 8 davon Gewonnen!), für ihre Arbeit den Oscar. Dabei sind die getragenen Kostüme, nach Sabrinas Ankunft aus Paris, ihre Privaten, welche der Designer Hubert de Givenchy ihr auf den Leib geschneidert hat. Fälschlicherweise rechnete er mit Kathrine Hepburn. Dennoch verband die beiden stets ein freundschaftliches Verhältnis. In jedem Film trug sie seine Klamotten - sowohl vor als auch hinter der Kamera. Und somit verdanken wir den beiden die Assoziation mit "Dem kleinen Schwarzen", welches Audrey erst bekannt und modern machte.

Und auch wenn man Paris nicht einmal im Film sieht, so sind Anekdoten, Kleidung und selbst Musik all gegenwärtig. Edith Piafs "La vie en rose" ("Leben durch die rosa rote Brille") ist sowohl in vielen Instrumentalen Stücken zu erkennen als auch von Hepburn selbst gesungen. Und so zieht es sich als roter (rosa roter) Faden durch die Geschichte, bis zu ihrem Bittersüßem Finale. Mal Melancholisch, mal fröhlich - es passt in jede Situation des Films.

Der Humor ist auch da, wenn auch fein. Es sind keine Brüller aber sie lassen einen schmunzeln. Und das wichtigste ist, sie passen in die Geschichte und lassen den Film dadurch nicht komisch oder albern wirken. Die Lacher sind gut portioniert. Die ersten Tage in der Kochschule lassen einen schon lachen (wenn Sabrina ihr Ei bei der Kontrolle des Chefkochs voller Scham hinter ihrem Rücken hervorholt und er das Ei anschließend selber nicht korrekt aufschlagen kann und das ist mindestens genauso lustig wie das verhunzte Soufflé, welches nicht hoch gegangen ist, weil sie vor lauter Liebeskummer vergessen hat den Ofen an zu machen.), ebenso wie der Running Gag mit dem zerbrochenen Gläsern. Auch sind die Dialoge gerade zwischen den Brüdern doch wirklich aufgrund von Humphrey Bogart wirklich das i Tüpfelchen (die Ansage an David, das auch er zu arbeiten hat und ihm den Weg und die Arbeitszeiten beschreibt und was passiert, wenn er nicht zur Arbeit kommt sind schon wirklich genial).

Und trotz des Alters, funktioniert dies alles auch heute noch gut. Aber man muss sich natürlich auch Bewusst sein, was das für eine Zeit war. Die Verbindung zu damaligen Zeiten wäre eine Katastrophe geworden, wenn nicht sogar ein Skandal. Auch waren die Ausbildungen in Sachen Küche und Hauswirtschaft für junge Mädchen eine wirklich gute Ausbildung um den späteren Haushalt und den Ehemann zufrieden stellen zu können. Es waren nunmal andere Zeiten. Das muss einem schon bewusst sein.
Nichts desto trotz ist das wohl der für mich beste und schönste Film von Audrey Hepburn! Er wird auch nach mehrmaligen schauen nicht langweilig und ich fiebere jedes mal mit.

Mein Fazit: Zum Schluss bleibt nur zu sagen, das dies eine kleine Perle des Films ist. Hepburn wäre durch diesen Film nicht die Modeikone geworden, wie wir sie heute kennen. Es ist ein feiner, leichter Film. Er ist lustig, er ist romantisch - aber vor allem ist er eins: Ein Stück Filmgeschichte!

xxx
Aimée

Samstag, 13. Januar 2018

Aimée backt 3: 06.01.2018 - #19 Apfel-Zimt-Kuchen mit oder ohne Marzipan

Apfelkuchen ist ein Klassiker und wenn ich dieses Wort schon höre, muss ich an die schöne Kindheit zurück denken und an die Zeit, wo meine Mum jede Woche einen gezaubert hat - bis ich ihn nicht mehr sehen konnte. Aber dann kam irgendwann die Zeit, wo ich mich wieder darauf freute und mich sogar selber an unser Familienrezept wagte.

Und Apfelkuchen ist ja nicht gleich Apfelkuchen. Es gibt ihn mittlerweile in so vielen verschiedenen Varianten. Mit Guss, als Blechkuchen, Gedeckt, als Muffins und Cupcakes. Und dann natürlich heute die Version aus Jeannys (*hier* geht es zu ihrem Blog) Buch, welches hier mit einem Klick erstehen könnt:



Dieser Apfelkuchen ist ein Apfel-Zimt-Kuchen den man mit oder auch mit Marzipan genießen kann. Das man die Wahl hier hat, finde ich doch sehr gut, denn immerhin gibt es viele, wie auch mich, die keinen Marzipan mögen. Aber da dieser Anteil hier so gering ausfällt, kann ich mir sehr gut vorstellen, das selbst diejenigen, die es nicht mögen, hier vielleicht ein Auge zudrücken werden.
Ob das ganze auf mich zutrifft?

Hier kommt der tolle Apfel-Zimt-Kuchen MIT Marzipan!



Der mittlerweile dritte Kuchen aus diesem Buch, der in einer Springform gebacken wurde. Ihr erinnert euch? Bisher hatte ich verdammt viele Gugelhupf, aber dies neigt sich mittlerweile langsam dem Ende zu. Dafür erwarten mich aber nun einige Kastenkuchen, klein Gebäck und natürlich Springform-Kuchen

Und natürlich war der Kuchen eins: besonders leicht und einfach zu zaubern!

Dafür einfach die Zutaten in eine Küchenmaschine geben und schön cremig rühren. Und jetzt kommt der Clou: Ich kaufte kein Marzipan, welcher fein in den Teig gehobelt werden sollte, sondern nahm mein Amaretto Sirup. Marzipan ist ja nichts anderes, als gemahlene Mandeln mit Zucker und anderen Aromastoffen. Also ging das für mich genauso gut.

Ich legte meine Springform mit Backpapier aus und heizte den Ofen vor. Anschließend gab ich den Teig in die Form und strich diesen Glatt. Erst jetzt schnitt ich die Äpfel in feine Spalten, damit diese nicht braun werden würden, und legte sie fächerförmig auf den Teig. Und um das ganze abzurunden gab ich oben drauf eine Zucker-Zimt Mischung.

Dann durfte der Kuchen auch schon im warmen Ofen gold braun backen. Hinterher natürlich gut auskühlen lassen und aus der Form befreien.

Mein Fazit: Ähnlich wie unser Familienrezept ABER der Clou mit dem "Marzipan" Taste macht das ganze dann doch interessant und neu und so bleibt mir nur zu sagen, das dies mit Abstand einer der leckersten Apfelkuchen ist, die ich bisher gegessen habe. Ich glaube sogar, das Leute die Marzipan nicht mögen, auch hier auf ihre Kosten kommen. Und die, die es sowieso mögen, werden hier unter Garantie nicht genug davon bekommen!

xxx
Aimée

Dienstag, 9. Januar 2018

#94 Pizza-Gugelhupf mit Speck und Käsehaube

Silvester ist schon mittlerweile einige Tage her und das neue Jahr ist bereits im vollen Gange. Die Zeit geht dahin, als wäre es nichts. unfassbar.
Aber wenn ich an den letzten Tag des Jahres 2017 denke, so denke ich an einen gemütlichen Abend bei meiner Familie, mit lecker Raclette, einen guten Wein, toller Musik, viel lachen und dem von mir letzten kreierten Kuchen für 2017.

Und falls nun einige von euch denken, das es etwas süßes war, so habt ihr euch aber gewaltig geirrt. Den für Silvester habe ich mich an einem Herzhaften versucht.
Was? Das kann doch nicht schmecken? Da irrt ihr euch aber! Und wie der geschmeckt hat! Von dem wurde bereits probiert, da war das offizielle Essen noch gar nicht "eröffnet". Und auch als das Essen bereits beendet war, so wurde auch noch tief in der Nacht genascht, was das Zeug hält!

Heute für euch also mein Rezept zu meinem Pizza-Gugelhupf mit Speck und Käse!



Und genau wie ein normaler Gugelhupf ist auch die Herzhafte Variante schnell gezaubert und für einen gemütlichen Partyabend hervorragend geeignet. Egal ob gerade frisch aus dem Ofen, wo der Käse noch schön geschmolzen ist, oder auch abgekühlt mit ein Stück Kräuterbutter - er schmeckt einfach in jedem Zustand!

Und das sind die Zutaten:


- 250g Bacon Würfel
- 250g Weizenmehl
- 1 Päckchen Trockenhefe
- 4 Eier
- 125ml Olivenöl
- 125ml Weißwein
- 2 Packungen geriebener Käse (welcher euch ab besten Schmeckt. Ich habe Gouda und Emmentaler verwendet.)
- 1 kräftige Prise Salz, Pfeffer, Paprika, Chili Flocken und Curry
- Oregano zum bestreuen

Und so wird es gemacht:


1. Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen und die Gugelhupfform, sofern sie nicht aus Silikon ist, genügend einfetten.

2. In eine Schüssel den Käse gegebenenfalls mischen und eine Ordentliche Portion in die Gugelhupf geben (nicht alles benutzen!) und in der Form verteilen.
Eine weitere Schüssel nehmen und dort das Mehl hineingeben. Die anderen Zutaten hinzufügen und zu einem glatten Teig verrühren. Diesen in die Gugelhupfform geben und Glatt streichen.

3. Das ganze kommt dann in den Vorgeheizten Ofen für ca. 75 Minuten. Sollte er zu dunkel werden vorzeitig mit etwas Backpapier oder Alufolie abdecken.

4. Nach dem backen in der Form auskühlen lassen, stürzen und mit dem Oregano bestreuen.

Das ist doch wirklich schnell gezaubert oder?
Ich wünsche euch viel spass beim nachbacken!

Bon Appetitt!
xxx

Aimée